Feuchtbiotop „Brunnenbühl“

Unterhalb des Ortsteils Hagen befindet sich im Feld das Flurstück „Brunnenbühl“. Am tiefsten Punkt, der nach Osten abfallenden Felder, gibt es einen alten gemauerten Brunnen, welcher durch eine Betondecke mit Schachtdeckel abgesichert ist. In einem alten Lageplan aus dem Jahre 1824 ist in diesem Bereich ein Tümpel eingezeichnet.

Im Rahmen der Flurbereinigung wurde der dort direkt vorbeilaufende Weg weiter nach Osten verlegt,, und der kleine Teich zugeschüttet. Der Albverein Beimerstetten durfte in Absprache mit dem Besitzer der Feldes, Herr Hans Mayer, Hagen,den ehemaligen Feuchtbiotop etwas tiefer, parallel zur Straße, wieder anlegen. Unter Einsatz eines Kleinbaggers und einem Schaufelradladers wurden die Arbeiten am 16.10.1992 begonnen. Zuerst mußten freiwillige Helfer des Albvereins den Abwassergraben zwischen dem geplanten Tümpel und der Straße mit Betonrohren verdohlen. Mit dem Aushub aus dem Biotop wurden anschließend die Rohre abgedeckt, damit diese Fläche dann später auch bepflanzt werden kann. Die ausgebaggerte Mulde im Gelände mußte man nach der Fertigstellung auf der gesamten Fläche mit einem verrottungsfreien Drahtgeflecht – siehe Anlage durch Anklicken – auslegen, zum Schutz gegen Wühlmäuse und Maulwürfe.
img073_Brunnenbühl_Folie
Als Abschlußschicht wurde dann eine ca. 20 cm dicke Lehmschicht aufgetragen, zur Abdichtung des Erdreichs. Über ein von Helfern verlegtes PVC-Rohr (100 mm 0, 30 m lang) kann das im Brunnenschacht überlaufende Wasser in den Biotop gelangen. Im Spätherbst und im Frühjahr wird so der Teich seinen höchsten Wasserstand erreichen (wechselfeuchter Biotop). Wir hoffen, daß in wenigen Monaten schon viel Leben im Wasser zu entdecken sein wird.

Reiner Thal
Naturschutzwart
Beimerstetten, im Januar 1993